EU-Richtlinie für Barrierefreiheit bei Online-Angeboten

Die EU-Gremien haben sich auf eine Richtlinie zu Barrierefreiheit verständigt, die eine leichtere Zugänglichkeit von Online- und Mobil-Angeboten inklusive Apps fordert, welche von öffentlichen Stellen veröffentlicht werden.

Nach der Absegnung des EU-Parlamentes und der Veröffentlichung werden die Forderungen wirksam. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Anforderungen innerhalb von 21 Monaten in nationales Recht umsetzen. Nach weiteren 12 Monaten müssen neue Webseiten den Forderungen entsprechen. Es gibt Übergangsfristen für ältere Veröffentlichungen. Interessant ist, dass die Anforderungen für Internetinhalte genauso gelten, wie für Intranetinhalte und Apps.

Bleibt zu hoffen, dass die erweiterten Anforderungen schnell umgesetzt werden und die Verantwortlichen nicht auf gesetzlichen Druck warten, sondern den Bedarf erkennen, sich informieren und handeln.

Links zum Thema:

Berufe im Gesundheits- und Sozialbereich vorgestellt

Logopäde, Heilerziehungspfleger, Erzieher und Sozialassistent – wer sich genauer über diese Berufsfelder informieren möchte, sollte sich den 14. April 2016 dick im Kalender anstreichen. Bei ihrem “Orientierungstag mit Praxiseinblick” ermöglicht die BEST-Sabel Berufsakademie von 17:00 bis 19:00 Uhr einen kleinen Einblick in Ausbildungsinhalte und –trends. Dabei lautet das Motto des Tages “Erst probieren – dann entscheiden!”. In einem “Erlebnisparcours” können sich die Besucher dem Selbsttest stellen.

zugangswerk ist dabei und ermöglicht das Ausprobieren von unterstützenden Computertechnologien, z.  B. Eytracker (Computer mit Augenbewegungen steuern) oder Sprachsteuerung und mehr.

Der Orientierungstag startet um 17:00 Uhr im BEST-Sabel MEDICUM. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte melden Sie sich unter http://www.logopaedie-ausbildung-berlin.de/ an.

Die Adresse:

Orientierungstag mit Praxiseinblick
14. April 2016, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr
BEST-Sabel MEDICUM
Berufsfachschule für Logopädie, Fachschule für Heilerziehungspflege
Josef-Nawrocki-Straße 5
12587 Berlin-Friedrichshagen

Netzwerk Inklusion – Aktionstag Inklusion & Diversity

Im Rahmen des Inklusions-Fackel-Projektes vom „Netzwerk Inklusion“ am 11.07.15 fand auf dem Potsdamer Platz der Aktionstag Inklusion & Diversity mit einem buntem Bühnenprogramm sowie Teilnehmerständen mit Möglichkeiten zur Selbsterfahrung und zum Austausch statt. Die Botschaft lautete: Mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Vielfalt.

Als Mitglieder unseres Vereins zugangswerk e. V. waren wir mit einem Teilnehmerstand vertreten. zugangswerk beschäftigt sich mit Konzepten aller Art, die die Teilhabe – insbesondere von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen – unterstützen und voranbringen. Dazu gehören Projekte zur gesellschaftlichen Sensibilisierung im Sinne eines selbstverständlichen Umgangs mit Unterschieden, die Unterstützung und Realisierung von barrierefreien Veranstaltungen und die Durchführung von Workshops etc.

Am Stand konnten sich die Besucher auch über das Angebot von Hörsicht – Die Schriftdolmetscherinnen und isitext Leichte Sprache – leicht verstehen (www.isitext.de) und zugangswerk informieren.

Aktionstag

FACHTAG am 16. April 2015 – Unterstützende Computertechnologien als Beitrag zur Inklusion

Neue Impulse für das Berufsbild der Heilerziehungspflege

Am 16. April 2015 fand ein gemeinsamer Workshop von BEST-Sabel MEDICUM und zugangswerk e. V.  statt.

Interessierte erhielten neue Impulse und einen praktischen Einblick in die Möglichkeiten von unterstützenden Computertechnologien und deren Anwendung im Berufsbild der Heilerziehungspflege.

Flyer Fachtag (PDF-Dokument, ca. 300 KB)

Weitere Infos:

http://www.heilerziehungspfleger-ausbildung.de/impulse/

Veranstaltungsort:

BEST-Sabel-Bildungszentrum gGmbH
Littenstraße/Rolandufer
Eingang Rolandufer 13
10179 Berlin

Lage auf OpenStreetMap

6. Dresdner Forum Employability

Unter der Überschrift „Diversity – Grenzen überwinden – Vielfalt schafft Chancen für Unternehmen“ fand am 22.09.2014 das 6. Dresdner Forum Eployability der Verwaltungsberufgenossenschaft (VBG) statt. zugangswerk e. V. war in Zusammenarbeit mit der Stiftung barrierefrei kommunizieren! mit Beispielen von unterstützenden Computertechnologien vor Ort. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung hatten Gelegenheit, sich über Technologien im assisitiven und ergonomischen Bereich für den Arbeitsplatz zu informieren und diese praktisch auszuprobieren.

zugangswerk e. V.  sensibilisiert im Rahmen von Workshops und Vorträgen zu den vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten hochaktueller Computertechnik für Menschen mit und ohne Behinderungen.

Augensteuerung EyeTrack4All

Augensteuerungssysteme, d. h. die Steuerung von Anwendungen allein über Augenbewegungen, bieten für nicht-sprechende Menschen eine große Chance ihre Kommunikation zu verbessern. Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht sprechen können, nutzen die Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation (UK), um sich auszudrücken. So gibt es beispielsweise dynamische Sprachcomputer mit komplexen Symbol-Vokabularen mit Sprachausgabe. Der Nutzer oder die Nutzerin wählt durch Berührung verschiedene Symbole hintereinander aus und der Computer „spricht“, was er oder sie sagen möchte. Was aber, wenn die Behinderung so komplex ist, dass auch zielgerichtete Bewegungen oder Berührungen nicht oder nur sehr langsam möglich sind?

Für diese Zielgruppe bedeuten Augensteuerungssysteme in Kombination mit dynamischen Kommunikationshilfen überhaupt erst die Möglichkeit einer unabhängigen selbstbestimmten Kommunikation. Mit dem Kooperationsprojekt EyeTrack4All soll die Zielgruppe für augengesteuerte Unterstützte Kommunikation durch die Entwicklung neuer Verfahren für die Blickverfolgung vergrößert werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Kooperationspartner, die Alice Salomon Hochschule Berlin, die alea technologies gmbh, das Rehazentrum Hegau Jugendwerk und barrierefrei kommunizieren! bringen jeweils ihre Expertise in das Projekt mit ein.

Bei der Auftaktveranstaltung des auf drei Jahre angelegten Projekts bei barrierefrei kommunizieren! tauschten sich die Kooperationspartner über Ziele und Meilensteine des Projekts aus und diskutierten, was passieren muss, damit noch mehr Menschen von UK in Verbindung mit Augensteuerung profitieren. Christian Hille von zugangswerk Experte für unterstützende Technologien und für barrierefrei kommunizieren! als technischer Berater aktiv, demonstrierte im anschließenden Workshop die vielfältigen Möglichkeiten unterstützender Technologien, der Fokus lag dabei vor allem auf für die Anwender/innen kostengünstigen bzw. -freien Technologien, z. B. Einstellungsmöglichkeiten in Betriebssystemen, Vorlesetechnologien wie Balabolka und DAISY Leser, Spracherkennungsprogramme wie Simon Listens, Mozilla-Plugins für die „mausloses Browsersteuerung“ (mouseless browsing) sowie UK-Apps fürs Tablet.

EyeTrack4All-foto

Weitere Infos und assistiven Technologien – Tipps von Christian Hille, Experte für assistive Technologien vom zugangswerk e. V.

Erleichterte Bedienung in Windows 7 

Eingabehilfen in Apple iOS

Balabolka – Kostenloses Programm zur Sprachausgabe (Text-to-Speech)

DAISY Leser und MAX DAISYPLAYER (kostenloser Hörbuchplayer für Blinde)

Winterfest – kostenloses Alpabetisierungslernspiel

Simon Listens – kostenlose Spracherkennung (Forschungsprojekt)

Ein Handbuch für Abgeordnete zu dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und seinem Fakultativprotokoll

Mouseless Browsing (mauslose Browser-Steuerung) – Firefox AddOn

Sono Flex Lite – App für die Unterstützte Kommunikation von Tobii Technology

WorkRave – kostenloses RSI-Präventions-Programm, das zu Arbeitspausen auffordert

Vortrag zum Thema „Unterstützende Computertechnologien“ im SPZ Neuropädiatrie der Charité

Während eines Vortrags am 18.6.2013 im Hörsaal des SPZ virchow-klinikumNeuropädiatrie der Charité Berlin gab es Gelegenheit, das dortige Team über die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen von „Unterstützenden Computertechnologien“ in Bereichen wie Lernen, Förderung oder Kommunikation zu informieren. Im SPZ Neuropädiartie werden mit großen Engagement Kinder und Jugendliche, insbesondere mit Cerbralparesen, Spina bifida, neuromuskulären Erkrankungen und komplexeren Entwicklungsstörungen, multidisziplinär u.a. von Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherpeuten, Logopäden und Heilpädagogen betreut.Anhand von aktuellen Computer-Technologien, wie Eingabehilfen und Alternativen zu Computermaus und Tastatur, professioneller Spracherkennung oder Neurofeedback wurden anschaulich Anwendungsmöglichkeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aufgezeigt und zur Anwendung angeregt.Referent war Christian Hille vom zugangswerk e.V.. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung durch Dr. Ulrich Seidel vom SPZ und das große Interesse und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

„Ein Arbeitsplatz nach Maß“

Die Gesellschaft altert. Schon jetzt sind einige Branchen, insbesondere IT- und techniklastige, vom Fachkräftemangel betroffen. Gleichzeitig fordern – im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention – immer mehr Menschen mit Behinderung ihr Recht auf einen Arbeitsplatz ein. Gerade IT-Berufe bieten für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen grundsätzlich viele Möglichkeiten, da Computerarbeitsplätze gut geeignet sind bei eingeschränkter Mobilität und überdies eine Vielzahl unterstützender Computertechnologien zur Verfügung stehen, welche die verschiedensten Behinderung ausgleichen können.

Aber welche Möglichkeiten gibt es konkret und in der Praxis, behinderungskompatible Arbeitsplätze einzurichten? Dieses Thema stand im Mittelpunkt des 2. Workshops der BITKOM-Initiative „Inklusive IT-Berufe“, der am 23. Mai 2013 bei barrierefrei kommunizieren! in Berlin stattfand. Zielgruppe des Workshops waren Personalverantwortliche, Diversity Manager, Ausbilder/innen und Auszubildende aus dem IT-Bereich.

Uta Menges, Diversity and Inclusion Leader von IBM, erklärte anschaulich an verschiedenen Beispielen, wie das Unternehmen vorgeht, um Studierende mit Behinderung beim dualen Studium zu unterstützen. Weitere praktische Beispiele aus Unternehmen lieferte die Deutsche Rentenversicherung Bund. Welche Strukturen innerhalb des Unternehmens gibt es, um Auszubildenden mit Behinderung eine Ausbildung zu ermöglichen? So verfügt die Rentenversicherung selbst über einige unterstützende Computertechnologien, so dass Auszubildende vor Ort einiges erproben können. Cordula Polle vom Technischen Beratungsdienst des Landesamts für Gesundheit und Soziales Berlin erklärte die Möglichkeiten des Integrationsamts zur Unterstützung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Zum Beispiel bietet das Integrationsamt Bürobesuche an, um zu überlegen, mit welchen einfachen Mitteln sich Büros übersichtlicher einrichten und besser an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lassen. Gleichzeitig kann so festgestellt werden, welche ergonomischen oder technischen Hilfen jemand konkret an seinem bzw. ihrem Arbeitsplatz benötigt.

Abschließend demonstrierte Christian Hille, Technischer Berater vom zugangswerk e. V., welche unterstützenden Technologien für welche Behinderungen es gibt. Zum Beispiel Spezialtastaturen und Spracherkennungssysteme für Menschen mit motorischen Einschränkungen, Vergrößerungstechnologien, Lesegeräte und Screenreader für Menschen mit Sehbehinderungen sowie weitere Eingabehilfen und alternative Zugangstechnologien für Computer und Internet.