ORCA Screenreader für Linux

orca-logoDer Screen-Reader Orca ist Standard in der GNOME-Desktop-Umgebung. Er ist Bestandteil der Installation in Ubuntu, also auch in der Unity-Desktopumgebung. Bei einer Debian-Installation mit Braille-Unterstützung, wird Orca automatisch nachinstalliert und aktiviert. Orca nutzt für die Sprachausgabe standardmäßig speech-dispatcher. Andere Sprach-Synthesizer, wie Voxin (ca. 4.63 US-Dollar) zum Einsatz kommen.

Infos zur Nutzung und den Tastenkombinationen

 

Gnome-Shell: Fensterbuttons links anordnen

In der LINUX Gnome-Shell sind die Fenster-Buttons zum schließengnome-logo usw. auf der rechten Fensterseite angeordnet. Man kann die Anordnung allerdings einfach ändern. Um die Buttons links anzuordnen muss der “dconf-editor” installiert sein.

Installation:

Ubuntu: sudo apt-get install dconf-editor
Fedora: Als Superuser dnf install dconf-editor

Nach dem Start des Editors folgenden Eintrag suchen:

-> org/gnome/desktop/wm/preferences/button-layout

Dort befindet sich der Eintrag appmenu:close

Das steht für die Anordnung des Schließen-Buttons auf der rechten Seite.  close steht rechts vom Doppelpunkt.
Nun einfach den Eintrag wie folgt anpassen:

close:appmenu

Nach einem Enter wirkt sich die Änderung unmittelbar aus.

 

KDE Connect: Android-Smartphone in KDE als Touchpad nutzen

Mit KDE Connect kann unkompliziert via Netzwerk eine Verbindung kde-connect-iconzwischen einem Android-Gerät und KDE hergestellt werden. Die Verbindung erfolgt über UDP. Smartphone und PC oder Laptop können über WiFi oder LAN Verbindung aufnehmen. Sie müssen lediglich im selben IP-Adressbereich sein. Eine Verbindung über das Internet ist nicht möglich, m. E. auch nicht wünschenswert ;-).

Folgendes ist über die Verbindung möglich:

  • Nutzung des Smartphones als Touchpad zur vollständigen Fernsteuerung der Maus in KDE
  • Datenaustausch zwischen Android und KDE in beide Richtungen. Das Smartphone wird als Gerät im Dateimanager Dolphin angezeigt und man kann in den Daten browsen.
  • Empfangen und Senden von Daten in beide Richtungen mit der Option, einen Zielordner festzulegen
  • Teilen der Zwischenablage
  • Android-Banachrichtigungen wie Anrufer, SMS, Akku-Überwachung, Updates, werden
  • Fernsteuerung von Amarok, dem Standard-Musikplayer in KDE

Ich habe KDE-Connect in KDE Mint 14.04 aus der Paketverwaltung installiert.
Am einfachsten im Terminal die beiden Pakete kdeconnect-kde und sshfs installieren:

sudo apt-get install kdeconnect-kde sshfs

Nach der Installation steht auch ein Miniprogramm für die Taskleiste zur Verfügung. In der Fritzbox muss noch die Kommunikation der W-Lan-Geräte untereinander aktiviert werden (W-Lan -> Funknetz).

Für Android gibts die App gratis bei Google-Play.

Ausführliche Infos gibt es z. B. hier:

android-user.de
pro-linux.de
Youtube-Video

Sprachausgaben für Linux

Vor einiger Zeit kam auf einer Mailingliste die Frage auf, welche Sprachausgaben es für Linux gibt. Hier ein kurzer Überblick:

  • Espeak: freie Sprachausgabe, in vielen Sprachen vorhanden und In sogut wie allen Distributionen enthalten.
  • Mbrola: Relativ kompliziert einzurichten, läuft aber sehr gut mit Speech-Dispatcher zusammen.
  • Pico TTS: Wurde ursprünglich für Android freigegeben, ist aber auch unter Linux lauffähig. Um diese verwenden zu können, wird Speech-Dispatcher in Version 0.8 oder neuer benötigt, da erst dort der PicoTTS-Treiber enthalten ist. In Debian ist PicoTTS beispielsweise durch das Paket libttspico-utils eingebunden, es kann also einfach mit dem Befehl apt-get install libttspico-utils installiert werden.
  • Cepstral: Eine Sprachausgabe, die es auch für Linux gibt. Sie ist nicht frei und muss kostenpflichtig erworben werden. Auf der Webseite gibt es jedoch eine Demo.
  • Voxin: Ebenfalls eine kostenpflichtige Sprachausgabe, klinkt wie die bekannte Eloquence von Jaws.

simon listens – Open-Source Spracherkennung

simon ist eine Open-Source-Spracherkennungssoftware, die es ermöglicht, Maus und Tastatur durch akustische Signale zu ersetzen. Das Programm kann sehr flexibel gestaltet werden und ermöglicht deshalb Spezialanfertigungen für jedwede Anwendung, bei der Spracherkennung benötigt wird. Simon ermöglicht z.B. Menschen mit körperlichen/motorischen Beeinträchtigungen die Nutzung von Chats, Mailverkehr, Internetsurfen, Schriftverkehr, E-Government, Netbanking etc..
(Quelle: http://wiki.ubuntuusers.de/Simon)

Tastenkombinationen

Tastenkombinationen bestehen aus mehreren gleichzeitig oder aufeinanderfolgend gedrückten Tasten auf einer Tastatur. Tastenkombinationen haben Vorteile:

  • Sie erleichtern die Bedienung von Software und die Steuerung des Betriesbsystems erheblich.
  • Aus ergonomischer Sicht wirkt sich die Anwendung Tastenkombinationen positiv und belastungsreduzierend aus. Dadurch kann das Risiko für gesundheitliche Schädigungen vermindert werden.
  • Sie ermöglichen Menschen mit motorischen Einschränkungen die Computernutzung ohne Maus.

Weiterführende Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tastenkombination
Wortergänzung für Textdokumente

 

Tastenkombinationen in verbreiteten Betriebssystemen:

Linux-Systeme (Beispiele):

Ubuntu Unity
Gnome-Shell (englisch)
KDE: K-Menü  → Systemeinstellungen → Kurzbefehle und Gestensteuerung

Micosoft Windows

Mac OS X

Tastenkombinationen in Office-Anwendungen:

Libre Office

Microsoft Word
Microsoft Excel