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ORCA Screenreader für Linux

orca-logoDer Screen-Reader Orca ist Standard in der GNOME-Desktop-Umgebung. Er ist Bestandteil der Installation in Ubuntu, also auch in der Unity-Desktopumgebung. Bei einer Debian-Installation mit Braille-Unterstützung, wird Orca automatisch nachinstalliert und aktiviert. Orca nutzt für die Sprachausgabe standardmäßig speech-dispatcher. Andere Sprach-Synthesizer, wie Voxin (ca. 4.63 US-Dollar) zum Einsatz kommen.

Infos zur Nutzung und den Tastenkombinationen

 

LibreOffice-Präsentationen via Bluetooth mit Android steuern

LibreOffice Impress-Präsentationen lassen sich seit der LibreOffice Version 4.0 bequem per Bluetooth oder WLAN mit einem Android Smartphone bzw. Tablet oder einem iPhone/iPad fern steuern. So kann man während eines Vortrages auf dem Touchscreen Folien vor und zurück blättern oder die Präsentation pausieren, ohne in der Nähe des Rechners oder des Notebooks zu bleiben.

Gebraucht wird dafür lediglich die App für Android „LibreOffice Impress Remote“ aus dem Google Play-Store oder dem iTunes Store.

Die Bedienung der App ist selbsterklärend. Vor dem Start der App sollten Bluetooth oder WLAN aktiviert sein. Für die Benutzung via WLAN müssen sich das Mobilgerät als auch der Präsentationsrechner natürlich im selben WLAN befinden.

Da es LibreOffice für verschiedene Betriebssysteme gibt, und auf dem Präsentationsrechner außer Bluetooth oder WLAN keine spezielle Software nötig ist, funktioniert die Technik z. B. unter LINUX, Mac oder Windows gleichermaßen.

Um die Funktion zu nutzen, muss in Impress Option „Fernsteuerung aktivieren“ auswählen. Die Option ist in LibreOffice unter Einstellungen -> Impress -> Allgemein zu finden:

Screenshot Impress Fernsteuerung

 

Nach der Aktivierung der Option LibreOffice einmal neu starten. Die Option bleibt dann dauerhaft aktiv. Nun lassen sich Präsentationen mit Impress per App steuern. Die App schaltet übrigens das Mobilgerät (Smartphone oder Tablet) automatsch „stumm“. Nach beenden der App wird die vorher eingestellte Lautstärke wieder hergestellt.

Screenshot LibreOffice Impress Remote App

Gnome-Shell: Fensterbuttons links anordnen

In der LINUX Gnome-Shell sind die Fenster-Buttons zum schließengnome-logo usw. auf der rechten Fensterseite angeordnet. Man kann die Anordnung allerdings einfach ändern. Um die Buttons links anzuordnen muss der „dconf-editor“ installiert sein.

Installation:

Ubuntu: sudo apt-get install dconf-editor
Fedora: Als Superuser dnf install dconf-editor

Nach dem Start des Editors folgenden Eintrag suchen:

-> org/gnome/desktop/wm/preferences/button-layout

Dort befindet sich der Eintrag appmenu:close

Das steht für die Anordnung des Schließen-Buttons auf der rechten Seite.  close steht rechts vom Doppelpunkt.
Nun einfach den Eintrag wie folgt anpassen:

close:appmenu

Nach einem Enter wirkt sich die Änderung unmittelbar aus.

 

Sprachausgaben für Linux

Vor einiger Zeit kam auf einer Mailingliste die Frage auf, welche Sprachausgaben es für Linux gibt. Hier ein kurzer Überblick:

  • Espeak: freie Sprachausgabe, in vielen Sprachen vorhanden und In sogut wie allen Distributionen enthalten.
  • Mbrola: Relativ kompliziert einzurichten, läuft aber sehr gut mit Speech-Dispatcher zusammen.
  • Pico TTS: Wurde ursprünglich für Android freigegeben, ist aber auch unter Linux lauffähig. Um diese verwenden zu können, wird Speech-Dispatcher in Version 0.8 oder neuer benötigt, da erst dort der PicoTTS-Treiber enthalten ist. In Debian ist PicoTTS beispielsweise durch das Paket libttspico-utils eingebunden, es kann also einfach mit dem Befehl apt-get install libttspico-utils installiert werden.
  • Cepstral: Eine Sprachausgabe, die es auch für Linux gibt. Sie ist nicht frei und muss kostenpflichtig erworben werden. Auf der Webseite gibt es jedoch eine Demo.
  • Voxin: Ebenfalls eine kostenpflichtige Sprachausgabe, klinkt wie die bekannte Eloquence von Jaws.