Schlagwort-Archive: Screenreader

ORCA Screenreader für Linux

orca-logoDer Screen-Reader Orca ist Standard in der GNOME-Desktop-Umgebung. Er ist Bestandteil der Installation in Ubuntu, also auch in der Unity-Desktopumgebung. Bei einer Debian-Installation mit Braille-Unterstützung, wird Orca automatisch nachinstalliert und aktiviert. Orca nutzt für die Sprachausgabe standardmäßig speech-dispatcher. Andere Sprach-Synthesizer, wie Voxin (ca. 4.63 US-Dollar) zum Einsatz kommen.

Infos zur Nutzung und den Tastenkombinationen

 

Barrierefreiheit von Adobe Acrobat XI

Die Meisten Nutzerinnen und Nutzer kennen die Software Adobe Acrobat XI zum Erstellen von PDF-Dokumenten.

In diesem Beitrag soll die Barrierefreiheit / Zugänglichkeit dieser Software kurz beleuchtet werden, da sie beim Erstellen von PDF-Dokumenten einen wesentlichen Stellenwert einnimmt.

Warum überhaupt Barrierefreiheit in Adobe Acrobat Pro?

Wer langfristig wirkliche barrierefreie PDF-Dokumente erstellen will, kommt an Adobe Acrobat Pro nicht vorbei. Nicht nur die Tatsache, dass Adobe selbst den PDF-Standard geprägt hat, sondern auch die zahlreichen Prüfrutinen, die in die Software eingebunden wurden, machen Acrobat Pro bei der Erstellung von barrierefreien PDF-Dokumenten nahezu unverzichtbar.

Die Dokumente werden barrierefrei

Das Ergebnis ist durchaus sehr gut barrierefrei, je nachdem, wie gut derjenige, der das Dokument erstellt hat, die Prüfungen auf Barrierefreiheit angewendet hat. Es lassen sich ohne größere Umstände einfache Dokumente (Überschriften, Absätze, Fließtexte) barrierefrei gestalten. Aber auch komplexere Dokumente mit Tabellen, ausfüllbaren Formularen und ähnliche Elemente lassen sich mit dieser Software (und ausschließlich mit dieser Software) barrierefrei gestalten.

Und wo liegt jetzt das Problem?

Bei einer Software, mit der man barrierefreie Dokumente erstellt sollte man auch davon ausgehen können, dass diese auch in dem Prozess der Erstellung des Dokuments barrierefrei ist: Mit anderen Worten, eine Software die barrierefreie Dokumente erstellt muss auch die eigentliche Erstellung barrierefrei möglich sein!

Und dies ist mit der Software Adobe Acrobat Pro XI leider nicht der Fall.

Ohne Maus geht nichts

Ohne die Benutzung einer Maus lässt sich in Acrobat Pro kein Inhalt verändern / anpassen! Es ist mit Tastatur nicht möglich, einzelne Elemente wie Überschriften, Absätze, Links, usw. auszuwählen und zu verändern. Soll beispielsweise bei einem Bild ein Alternativtext hinterlegt werden, muss das Bild zunächst mit der Maus markiert werden, um dann im Anschluss ein Alternativtext anzugeben. Auch lassen sich Textstellen nicht mit der Tastatur markieren, um sie anschließend als Überschrift zu formatieren.

Unterstützung von Screen Reader

Unter Optionen lassen sich auch in Acrobat Pro, ähnlich wie beim Acrobat Reader, Einstellungen für Screen Reader vornehmen, so das Texte und Inhalte angeblich für Nutzerinnen und Nutzer von Screen Readern zugänglicher sein sollen. Die Tatsache, dass die Inhalte von PDF-Dokumenten dabei nicht verändert werden können, da diese Funktionen per Tastatur nicht zugänglich sind, bleibt dabei außen vor.

Und was sagt der Support dazu?

Die Nachfrage beim Support von Adobe zu diesem Problem hilft einem auch nicht weiter: Am Telefon teilt man mit Nachdruck mit, dass Adobe keinen Support zur Benutzung der Software gebe. Wenn die Software erfolgreich installiert wurde und bei der Benutzung keine Fehlermeldungen auftreten, endet die Zuständigkeit von dem Unternehmen.

Fazit

Mit Adobe Acrobat Pro lassen sich gute barrierefreie PDF-Dokumente erzeugen. Wer aber auf eine Tastaturbedienung angewiesen ist, hat keine Chance, selbständig zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Der Support von Adobe interessiert sich weder für das Problem, noch hören sie überhaupt zu. Da lässt sich nur hoffen, dass sich genug Nutzer beschweren, damit Adobe sich stärker um die Zugänglichkeit seiner Software kümmert!

Sprachausgabe für Android-Apps

Seit Android Version 2.2 steht der Screen Reader TalkBack im Google Play Store zur Verfügung. Ab der Version 4.0 ist er standardmäßig im Betriebssystem enthalten. Dadurch wird es Nutzer ermöglicht, Inhalte von Apps über eine Sprachausgabe vorlesen zu lassen. Das funktioniert nicht zu 100% mit allen Apps.

Wie die Sprachausgabe eingerichtet und verwendet wird und wie gut sie funktioniert, schreibt Marco Zehe auf seiner Webseite.

 

 

NVDA Screenreader

NVDA (NonVisual Desktop Access) ist ein kostenloser und portabler und quelloffener Screenreader für Microsoft Windows. Mit NVDA kann z.B. das Office-Paket Libreoffice.org/OpenOffice.org und Mozilla Firefox (ab Version 2 oder höher) bedient werden. NVDA funktioniert mit WordPad, Notepad, Outlook Express, dem Internet Explorer und unterstützt grundlegende Funktionen von Microsoft Word und Excel 2000/XP/2003/2007/2010.

NVDA unterstützt Braillezeilen wie die EL-Serie von Papenmeier.

Der Screenreader ist ohne Installation auf einem USB-Stick lauffähig.

Info: http://www.nvaccess.org/ (englisch)
Download: http://www.nvaccess.org/download/ (englisch)