RSI – Repetitive Strain Injury

Als RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury = Verletzung durch wiederholte Beanspruchung/Belastung) wird in der Medizin ein Krankheitsbild bezeichnet, bei dem unspezifische Beschwerden wie Nacken-, Schulter-, Arm- und/oder Handbeschwerden nach sich häufig wiederholenden (repetitiven) Tätigkeiten auftreten. Betroffen sind besonders Personen, die nur geringen, aber sehr monotonen Belastungen (z. B. Computerarbeitsplatz) ausgesetzt sind. In letzterem Falle reichen dabei die häufigen stereotypen Bewegungen bei der Bedienung von Computermaus oder Tastatur aus, diese Beschwerden auszulösen.
Der vollständige Text ist hier zu finden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Repetitive_Strain_Injury_Syndrom

Weiteführende Informationen:

http://www.rsi-online.de/

http://www.repetitive-strain-injury.de/

 

 

Workshop zu assistiven Computertechnologien beim British Council

Am 13.12.2012 führte „zugangswerk e.V.“ einen Workshop zu Workshop British Councilassistiven Computertechnologien im Rahmen der „Team Building Week“ des British Council Germany durch. Schwerpunkt der jährlich in Berlin am Alexanderplatz stattfindenden Veranstaltung war das Thema „Gleichstellung und Vielfalt“. Als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“ fühlt sich der British Council diesem Thema inhaltlich tief verbunden. Dies spiegelt sich auch in der Arbeit des British Council bei Projekten in den Bereichen Kulturförderung und Bildung wider.Inhalt des Workshops waren der behinderungskompensierende Einsatz von Alltagstechnologien und deren Einsatz sowie unterstützende Computertechnologien.

workshopChristian Hille vom „zugangswerk e.V.“ stellte eine Auswahl des breiten Spektrums an Technik vor. Die Teilnehmer konnten sehr interessante Technologien wie eine Augen- und Gedankensteuerung oder eine Mundmaus ausprobieren. Sebastian Andres stellte Lösungen für die Probleme sehbehinderter und blinder Menschen vor. Als Betroffener konnte er am Beispiel iPhone und iBook überzeugend darstellen, wie assistive Technologien als Gebrauchsgegenstände im Alltag Einzug halten.

Die Verwendung von professioneller Spracherkennungssoftware als Kommunikationshilfe demonstrierten zwei Schriftdolmetscherinnen von „Hörsicht“. Anette Kemnitz-Zimmermann und Babette Kemnitz-Hille wandelten alles, was gesprochen wurde, in Text um, der auf eine Leinwand gebeamt wurde. Einige Teilnehmer des Workshops wurden mit Hilfe eines Gehörschutzes künstlich vertäubt, sie „mussten“ den gesprochenen Inhalten in Schriftform verfolgen und konnten auf diese Weise eine hochgradige Schwerhörigkeit nachempfinden.

Für die Mitarbeiter des British Council war der Workshop eine sehr interessante Erfahrung und eine Erweiterung des Wissens zum Thema assistive Technologien.

Behindertenrechtskonvention

Das 2006 von der UNO-Generalversammlung in New York verabschiedete und 2008 in Kraft getretene Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (auch: Behindertenrechtskonvention, BRK) ist ein von 128 Staaten und der EU durch Ratifizierung, Beitritt oder (im Fall der EU) formale Bestätigung abgeschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen konkretisiert, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Im Übereinkommen finden sich neben grundlegenden Teilen der allgemeinen Menschenrechte, wie z. B. dem Recht auf Leben oder dem Recht auf Freizügigkeit, viele spezielle Bestimmungen, die auf die Lebenssituation behinderter Menschen eingehen.
(Quelle: wikipedia)

Behindertenrechtskonvention als PDF bei www.behindertenbeauftragter.de

Informationen zur Behindertenrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte e. V.

 

 

Was ist ein IT-System?

Unter dem Begriff Informationstechnisches System (IT-System) versteht man jegliche Art elektronischer datenverarbeitender Systeme. Darunter fallen zum Beispiel Computer, Großrechner, Serversysteme, Datenbanksysteme, Informationssysteme, Prozessrechner, Digitale Messsysteme, DSP-Systeme, Microcontroller-Systeme, Kompaktregler, eingebettete Systeme, Mobiltelefone, Handhelds, digitale Anrufbeantworter, Videokonferenzsysteme und diverse Kommunikationssysteme u.a.m.

Quelle: wikipedia.de

Section 508

Section 508 des “Workforce Rehabilitation Act” ist ein amerikanisches Gesetz, das die Mindestanforderungen für die Informationstechnik beschreibt. Die gesamte Verwaltung und Unternehmen, die im Auftrag der Verwaltung arbeiten, sind an die Einhaltung von Section 508 gebunden.

Die Anforderung an die Webgestaltung in Section 508 bleibt deutlich unter den Anforderungen der WCAG1. Im Wesentlichen werden in Section 508 nur solche Anforderungen festgelegt, die den Anforderungen der Priorität 1 der WCAG1 entsprechen. Der Grund hierfür ist historisch: die Basis für Section 508 wurde im Jahr 1986 – als es noch kein Web gab – im Rehabilitation Act (1973) verankert. Um die Anforderungen an die Informationstechnik zu berücksichtigen, wurde Section 508 im Jahr 1998 überarbeitet – 1 Jahr vor Veröffentlichung der WCAG1.

Im Gegensatz zur WCAG1, die lediglich die barrierefreie Gestaltung von Webseiten beschreibt, umfasst Section 508 ein deutlich breiteres Spektrum an Anwendungsbereichen. Neben der Informationstechnik wird auch die Barrierefreiheit für folgende Bereiche geregelt:

  • Software-Anwendungen und Betriebssysteme
  • Telekommunikationsprodukte
  • Video- und Multimedia-Produkte
  • Elektronische Geräte wie Kopierer
  • Desktop und tragbare Computer

Die amerikanische Section 508 ist insofern eine Besonderheit, als sie unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaft hat. Nur ein Land mit der Größe der Vereinigten Staaten und zudem – was die Informationstechnik angeht – mit vielen der größten Software-Herstellern in diesem Bereich im eigenen Land, kann sich eine solche Politik leisten. Section 508 ist für die amerikanische Bundesverwaltung verbindlich, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen aus der Wirtschaft kauft. Dieser Druck auf die Unternehmen führt natürlich nicht nur dazu, dass die Verwaltung über barrierefreie Informationstechnik verfügt, sondern auch dazu, dass die Software-Hersteller derartige Produkte erzeugen. Aufgrund weiterer Verordnungen, wie etwa dem Assistive Technology Act aus dem Jahr 1998, werden auch sämtliche Bundesstaaten zur Ergreifung entsprechender Maßnahmen bei der Umsetzung der barrierefreien Informationstechnik verpflichtet.

Quelle: Jan Erik Hellbusch

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